Best Practices im Newsletter-Marketing

Redaktion
Marketing Automation
Lead Management
02
Apr. 2024

Newsletter-Marketing ist keine triviale Disziplin: Du musst deine Zielgruppe verstehen und relevante Inhalte zur richtigen Zeit ausspielen. Neben attraktiven Layouts entscheiden vor allem überzeugende Betreffzeilen darüber, ob deine Newsletter Öffnungsrate steigt oder die Mail im Spam landet.

Zusätzlich gilt es, technische Hürden und rechtliche Vorgaben wie die DSGVO zu meistern. Klingt komplex? Keine Sorge! Hier erfährst du die wichtigsten E-Mail-Marketing Best Practices, mit denen du deine Strategie wirksam optimierst und Abonnenten langfristig bindest.

Warum ist Newsletter-Marketing wichtig?

E-Mail-Marketing ist ein Herzstück des Content Marketings und spielt eine zentrale Rolle in deiner digitalen Marketingstrategie – besonders im B2B-Bereich. Es ist eine direkte und kosteneffiziente Methode, wie du Neukunden gewinnst und Bestandskunden langfristig an dich bindest. So begleitest du deine Zielgruppe über den gesamten Customer Lifecycle hinweg mit relevanten Inhalten.

Mit einer durchdachten E-Mail-Marketing-Strategie verfolgst du im Kern fünf zentrale Ziele:

  • Neukunden gewinnen: Durch gezielte Informationen bereitest du wertvolle Conversions vor.
  • Kundenbindung stärken: Du betreust deine Bestandskunden individuell und nachhaltig.
  • Mehrwert bieten: Liefere exklusiven Service und relevante Informationen direkt ins Postfach.
  • Expertenstatus aufbauen: Positioniere dich als Profi in deiner Nische und gewinne an Einfluss.
  • Traffic & Reichweite steigern: Generiere mehr Besuche auf deiner Website und stärke die Bekanntheit deiner Marke.
     

Der Newsletter ist somit eine klassische Methode, um zielgerichtet mit Ihrer Zielgruppe zu kommunizieren, Kundenbeziehungen aufzubauen und Ihren Geschäftserfolg nachhaltig zu fördern.

Was macht einen guten Newsletter aus? – 5 Praxistipps

Wie erzielst du als Unternehmen hohe Öffnungs- und Klickraten? Was interessiert deine Zielgruppe wirklich? Das sind die zentralen Fragen im E-Mail-Marketing. Eine pauschale „Geheimlösung“ gibt es zwar nicht, aber mit diesen bewährten Strategien optimierst du deine Performance spürbar::
 

Warum ist die Segmentierung im Newsletter-Marketing wichtig?

Bevor du startest, musst du klären, für wen du deine Inhalte erstellst. Ein Blick in deine Datenbank liefert dir die nötigen Anhaltspunkte:

  • Adressquelle: Welche Kontakte liegen dir bereits vor? Über Double-Opt-in-Formulare auf deiner Website kannst du rechtssicher neue Newsletter-Abonnenten gewinnen.
  • Ausschlusskriterien: Gibt es User, die du bewusst ausschließen möchtest (z. B. Wettbewerber)?
  • Interessenprofile: Welche Informationen hast du über die Interessen deiner Kontakte?
  • Nutzerverhalten: Lassen sich Aktivitäten wie Seitenbesuche nachvollziehen, um die Relevanz zu steigern?
  • Datenstruktur: Kannst du deine Daten nach Branche, Unternehmensgröße oder anderen Merkmalen filtern?

Die Segmentierung deiner Zielgruppe hilft dir dabei, genau festzulegen, welche Inhalte für wen relevant sind. Eine effektive Methode ist die Klassifizierung nach der aktuellen „Aktionsphase“. Welche Art von Content in welcher Phase des Customer Life Cycle am besten funktioniert, zeigt dir die folgende Grafik:


Wie Sie oben sehen, sollte der Content nicht nur Informationen über Ihr Unternehmen vermitteln, sondern in erster Linie Mehrwert für Ihre Leser:innen bzw. Abonnent:innen bieten. Hier ist wichtig, zu definieren, welche Themen sie zu welchem Zeitpunkt Ihrer Customer Journey interessieren könnten. Stellen Sie zum Beispiel Checklisten zur Verfügung, unterhaltende Videos, Umfragen oder Vergünstigungen.


Achten Sie bei der optischen Gestaltung auf eine klare, benutzerfreundliche Struktur, die es ihren Leser:innen ermöglicht, Inhalte leicht zu erfassen und zu navigieren. Heben Sie wichtige Informationen hervor, wählen Sie eine harmonische Farbpalette, die zur Markenidentität passt, und werten Sie die Texte durch hochwertige Bilder und Grafiken auf. Achten Sie auf Kurzweiligkeit, auch bei Videos. Responsives Design ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass der Newsletter auf verschiedenen Geräten und Bildschirmgrößen optimal dargestellt wird. Weitere Tipps: 

  • Kurze, prägnante Textblöcke, unterteilt durch aussagekräftige Überschriften (zur besseren Scanbarkeit)
  • Personalisierung, etwa durch die Ansprache mit dem Namen
  • Auffällige, strategisch platzierte Call-to-Action-Buttons

Kann Ihr Newsletter häufiger nicht zugestellt werden, sollten Sie sich unbedingt mit den Ursachen dafür befassen und untersuchen, an welchen Stellen der Spamfilter greift. Das bedeutet, die Reputation Ihrer E-Mails zu überwachen: Damit ist die Bewertung von Integrität und Seriosität durch Systeme gemeint. Sie setzt sich aus der Bewertung der Domain, des Inhalts und der IP-Adresse des Absenders zusammen. Eine schlechte Reputation in einem dieser Bereiche, sei es durch eine hohe Spam-Rate oder das häufige Auftreten von Bounces (unzustellbare E-Mails), kann dazu führen, dass Ihre E-Mails auch in Zukunft automatisch als Spam markiert werden und nicht mehr im Posteingang der Empfänger:innen landen. Um das zu vermeiden, sollten Sie:

  1. die Inhalte Ihrer E-Mails sorgfältig gestalten – und Wörter meiden, die häufig in Spam-Mails verwendet werden, wie „umsonst“, „kostenlos“, „gratis“, „begrenztes Angebot“,„exklusiv“, „garantiert“ oder "gratis".
  2. sicherstellen, dass ein Abmeldelink vorhanden ist, damit es weniger Spam-Beschwerden gibt
  3. die Authentizität Ihrer Domain- und IP-Adresse durch Verifizierungsverfahren wie SPF (Sender Policy Framework), DKIM (DomainKeys Identified Mail) und DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting & Conformance) stärken und notwendige rechtliche Informationen bereitstellen
  4. sich zu Feedback-Schleifen mit ISPs anmelden, um informiert zu werden, wenn Empfänger:innen Ihre E-Mails als Spam markieren
  5. Ihre Sendefrequenz gegebenenfalls verringern
  6. Bounce-Raten reduzieren, indem sie regelmäßig nicht zustellbare E-Mail-Adressen aus Ihren Listen entfernen

Erfolge von Newsletter-Kampagnen zu messen und richtig zu analysieren, ist entscheidend. Denn nur so erfahren Sie , welche Inhalte warum wie und bei wem funktionieren. Ohne datengestützte Ausrichtung Ihrer E-Mail-Marketing-Strategie verlieren Sie als Unternehmen schlimmstenfalls an Reichweite, verpassen Verkaufspotenziale bzw. verlieren Leads und auch den Überblick über die Rentabilität Ihrer Bemühungen.

Das Ziel aller Auswertungen – seien sie zielbasiert, inhaltlich oder technisch orientiert – ist es, Optimierungsbedarf ableiten zu können. Hier gibt es einige bewährte Methoden wie z. B. A/B-Testing, das einzelne Elemente der Mail gegenüberstellt und schaut, welche Version „gewinnt“. Das sind z.B. Elemente wie Layouts, Betreffzeilen usw.

Bevor Sie Kampagnenerfolge aber überhaupt messen und auswerten können, benötigen Sie Kennzahlen, die für Ihr Unternehmen wirklich aussagekräftig sind. Ein „Framework“ dazu könnte zum Beispiel so aussehen:

Die Aussagekraft von KPIs richtig einzuschätzen, ist knifflig, aber sehr wichtig – zum Beispiel bedeutet das Öffnen einer Mail nämlich nicht, dass man sie auch gelesen hat. Manche Programme setzen die Öffnung mit dem Laden der Zählpixel gleich. Dieses startet aber erst, wenn der genutzte Client Bildanzeigen überhaupt erlaubt – was häufig nicht so eingestellt ist. Professionelle E-Mail-Marketing-Tools wie beispielsweise HubSpot berücksichtigen deshalb auch andere Faktoren, wie Klicks auf getrackte Links.

Weiter sind Absprünge bis zu einem gewissen Grad normal. Eine hohe Abmelderate könnte allerdings bedeuten, dass Sie Ihren Newsletter zu häufig versenden oder dass seine Inhalte nicht relevant genug für Ihre Zielgruppe sind. Kritisch ist auch eine hohe Spamrate – wirkt Ihre Mail unseriös? Falls ja, schadet das nicht nur der Zustellrate, sondern schlimmstenfalls auch Ihrer Reputation. Die wichtigste und aussagekräftigste Kennzahl ist fast immer die Klickrate, da sie darüber aufklärt, welche Interessen Ihre Empfänger:innen haben.


Fazit: Newsletter-Marketing – anspruchsvoll, aber lohnend

Newsletter-Marketing ist eine facettenreiche Strategie, die deine Kontakte mit relevanten Inhalten versorgt und so den Einfluss sowie die Reichweite deines Unternehmens nachhaltig steigert.

Wie du mit strategischen, inhaltlichen und technischen Herausforderungen umgehst, lernst du am besten direkt in der Praxis: Analysiere kontinuierlich deine Kampagnen, hole dir Feedback ein und passe deine E-Mail-Marketing Best Practices stetig an. Nur so stellst du sicher, dass deine Botschaften resonieren, die Öffnungsrate stabil bleibt und du deine Zielgruppe effektiv erreichst.